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Herzlich willkommen! Nehmen Sie einen kleinen Einblick in den Geist der Ron Art und lernen Sie mich kennen. Es geht mir um: Die Möglichkeit des Anderen, geschärfte Realität verschachtelt in Zeit, den Triumpf gegen das Ratio und, nein - wir haben eben KEIN Recht alles verstehen zu müssen –
wir können aber sehr erfolgreich glauben.

Selbstportrait von Ron Master in Berlin an der Mauer. 2013

Ron Master, Selbstportrait 2013 in Berlin an der Mauer gegenüber der O2 World

Ich wurde im Sternbild der Fische im Osten Deutschlands geboren und lebe heute in der Thüringischen Landeshauptstadt Erfurt. Nach Seemann und Pilot wollte ich eigentlich Zeichenlehrer werden - eine Idee, die den Lehrern damals etwas überstürzt erschien - hatten sie den stillen Jungen im Umgang mit Stift und Farbe anfangs kaum bemerkt. Den handwerklich-künstlerischen Grobschliff holte ich mir dann Mitte der 70er in meinen “druckraben-schwarzen“ Chemiegrafenjahren, in denen fotografiert, reproduziert, gestochen und handhebelgedruckt wurde - unbezahlbare Erfahrungen im Umgang mit reproduzierender Kunst und die totale Infizierung.

Nach drei jähriger Lehrzeit gab es den Abschluss als Reprotechniker und 1975 wurde ich als Chemiegraf (Gr.: der, der auf Metall schreibt) in die “Schwarze Zunft“ aufgenommen, der ich jedoch noch im selben Jahr den Rücken zudrehte und mich als Freiwilliger zur Armee meldete. Ein Schritt, der auf den ersten Blick so gar nicht zu dem introvertierten jungen Mann - der ich war - passen wollte und Reihum auf Befremdung stieß. Ich suchte Grenzen und fand hier letzte mystische Erlebenszüge in der überrationalen Realität der damaligen DDR. 1983 bei einer Kunstausstellung fiel mein Gemälde “Walküre ´81“ auf und ich wurde in Folge in die Kunstakademiestadt Dresden zur Ausbildung in der Malerei und Grafik "abkommandiert". Der Kontakt mit Gleichgesinnten und insbesondere die hier betriebene Tafelmalerei bereicherten Sicht und Fähigkeiten. 1984 erhielt ich mein erstes Auftragswerk - ein Triptichon ausgeführt in klassischer Tafelmalerei “Der Tod des Paltar
(Germanische Mythologie: Paltar, der Gott der Gerechtigkeit …).

Geprägt in Druckerschwarz, Blauhemd, Feldgrau und “buntem“ Kulturbetrieb der DDR, studierte ich drei Jahre Kulturwissenschaften (FH) und zog dann 1990 einem finalen Abschluss die Gründung einer Kreativagentur vor. Hier vermarkte ich, tatkräftig von meinem Team unterstützt, seit 24 Jahren in Wort und Bild meine Fantasie.

1994 schlug mit dem ersten umfangreichen Auftragswerk für ein Unternehmen die Geburtsstunde der Ron Art und hier veröffentlichte ich auch erstmals den Begriff "Fotopaint" für meine Arbeiten. Es geht von Anfang an um erlebbare, nachvollziehbare Abbilder subjektiver Realitäten, um die Reproduktion meiner Sichtweisen des alltäglich umgebenden Greifbaren in letztlich überrealen Traumfetzen als Beweisführung der Möglichkeit des Anderen.

Als Art Director erlebe ich seit 1990 den täglichen Spagat zwischen Erwartung, Wunsch und Erfüllung, Zufriedenheit und Enttäuschung. Unter dem Dach der „RON ART Galerie“ berichte ich über die Kraft menschlicher Fantasie, wobei insbesondere meine Portraits und Dejavues Seeleneinblicke in surrealistischer Machart eröffnen möchten.

Meine Bilder, Events und Installationen kommen oft in wagnerischer Schwere daher, erschließen sich letztlich im Reigen des Ganzen, jedoch zu einer Sicht der Dinge, die eine Botschaft anbietet: “Entdecke die Möglichkeit des Anderen, sei offen und ehrlich für dich selbst... und ... du bist weder in Licht noch Schatten der Nabel der Welt, sondern ein Teil des gleichwertigen Ganzen“. Die Werke entstehen als Ergebnis thematisch klar definierter Entdeckungsreisen durch Stadt und Land, hin zu den Menschen und ihren Spuren. Sie sind immer wieder deutliche Auseinandersetzungen mit der Zeit, mit der Lebenszeit, mit Sinn und Unsinn des Wichtigen.

Marken und Symbole der Sozialisierung sind ebenfalls Wegbegleiter der Ron Art. Mann sagt, ich verändere und verwische Grenzen traditioneller künstlerischer Werkzeuge. Meine Fotopaints - die Portraits und Dejavues – sind Wesen aus Fotografie, modernen Reprotechniken, Malerei und Collage. Sie sind ein geträumter Angriff auf Raum und Zeit und sie wollen weder erklären noch beeinflussen. Ich stelle sie in Opposition zur heutigen freiwilligen Gleichschaltung sozialer Werte und Anmutungen.

Ich hoffe meine Kunstwerke sind von eigener Schönheit und ich weiss, sie sind verkäuflich.


Rede zur Ausstellungseröffnung “Zeitfenster“ – Kunstfest Tiefthal

Sehr geehrte Damen und Herren,
lieber Ron ... ,

ich begrüße Sie alle herzlich zur Ausstellungseröffnung “Zeitfenster“ von Ron Master, dessen Ausstellungen wiederholt zu den Highlights unserer Kunstfeste gehören.

Schauen Sie sich um, was passiert hier eigentlich? Da stehen Menschen mit einem Sektglas in der Hand und unterhalten sich, manche vielleicht in einer Sprache aus Codewörtern, über das, was hier so an der Wand hängt. Für viele eine fremde und doch so faszinierende Welt.

Zugegeben, der Zugang zu moderner Kunst ist nicht einfach,
aber es wäre doch verdammt schade, wenn man deshalb lieber auf Nummer sicher gehen würde und sich z. B. einen Kunstdruck, den „Blauen Akt“ von Matisse, übers Sofa hängen würde.
Nichts gegen Matisse...!
Doch originale Kunst zu sammeln kann richtig Spaß machen,
was die anwesenden Liebhaber der Ron Art aus Großbritannien und Griechenland wohl bestätigen können!
Statt Massenware hat man ein Werk, ein Kunstwerk,
das einen ein Leben lang begleiten kann. Nur Mut!

Doch woran erkennt man überhaupt Kunst, werden Sie fragen. Am Preis vielleicht? Doch ganz so einfach ist es zum Glück nicht! Bei Kunst handelt es sich auch nicht um eine dem Objekt ständig innewohnende Qualität, die das geübte Auge des Experten auf mysteriöse Art herausschält oder herausredet, obwohl es oft so scheint. Kunst ist Konvention! Das bedeutet: Was heute für belanglos gehalten wird, kann morgen schon unbezahlbar sein.
Das wohl bekannteste Beispiel dafür ist Van Gogh, der zu Lebzeiten kaum ein Bild verkaufte, und dessen Werke heute auf dem internationalen Kunstmarkt mehrstellige Millionenbeträge erzielen. Selbst für gestandene Sammler ist Kunst anschauen und kaufen eine höchst emotionale Angelegenheit. Nicht der Preis oder der Name zählt, entscheidend ist das individuelle Gefühl. Darin sind sich die Experten einig.

Ein Kunstwerk muss vor allem den eigenen Qualitätskriterien entsprechen und es muss einen länger beschäftigen als nur einen Tag oder einen Abend. Es lohnt sich auch, einen Blick auf die jeweilige Persönlichkeit eines Künstlers zu werfen, seine Bilder sehr genau zu betrachten und dabei vom Laien zum Kunstkenner zu werden - ein Weg, den viele der Anwesenden spannungsvoll beschritten haben.

Doch wie genau wird man zum Kunstkenner? Ich stelle die Frage anders und einfacher. Das wissen Sie sicher: Wie z. B. wird man Weinkenner? Indem man ganz viel Wein probiert. Mit der Kunst verhält es sich ebenso. Zum Kunstkenner wird man durch den Besuch von Kunstmessen, Ateliers und Ausstellungen, Gesprächen mit Künstlern, durch das Betrachten von Bildern, Bildern wie diesen von Ron Master – faszinierenden Werken moderner Kunst, entstanden in einer ihm absolut eigenen Symbiose aus klassischer Wahrnehmnung und Malerei im Kontext mit moderner Fotografie!

Was sind das eigentlich für Bilder, die uns der Künstler hier präsentiert? Sind das wirklich noch Fotos oder doch schon klassische Gemälde mit dem Auge und der Begeisterung eines Warhols? Wie entstehen seine Fotopaints, für deren Namen er auch als künstlerischer Erfinder verantwortlich zeichnet? Fragen Sie den Meister. Aber sicher wird er nicht alles verraten. Jeder Künstler hat da sein „kleines Geheimnis“. Es heißt dann immer bei den Bildunterschriften „eigene Technik“, bei Ron Master ist es eines der Geheimnisse seiner RON–ART.

RON–ART, das ist angewandte Kenntnis der Klassik und der Moderne, ist Vision, Drehbucharbeit und dann - endlich - Fotografie, so wie man sie täglich in den Zeitungen findet, nur eben noch viel, viel mehr. Schon Ron Masters Fotos sprechen die Sprache großer Mythen, inszenieren die Wirklichkeit ohne jedes technische Werkzeug auf einzigartige Weise. Er schafft es die Wirklichkeit, den Moment in einen zeitfreien Raum zu exportieren. Auf diesen Fotografien setzt die finale Ron Art auf, zerstört in einer wahren künstlerischen Methode von Zeitmaschine das Geschaffene und schafft einen neuen Ausdruck der Moderne - es entsteht ein unverwechselbares Werk - ein Fotopaint der Ron Art, es entsteht Ron Masters Kunst.

Titel: Die Ratschen. 1200 x 1600mm, Leinwand. Aus dem Ausstellungsprojekt “Kubanisches Stundenglas“ im Ergebnis einer Arbeitsreise nach Kuba.

Die Kunst gehört zu seinem Lebensentwurf.
Er sagt: „Meine Bilder müssen sein, weil ich sonst nicht wäre!“ – Das klingt nach Leidenschaft, nach Besessenheit sogar, nach einem exzessiven Arbeiten, nach einem Leben, Sehen, Denken, Fühlen, Träumen in eben diesen Bildern. Das bereits vorhandene Bildmaterial und die beobachteten Alltagsbanalitäten werden kombiniert, Gegenstände und/oder Personen aus ihrem Kontext gelöst, was sie mehrdeutig und auch irritierend wirken lässt. Buchstaben und Sätze spielen eine Rolle, bilden oft ein sehr spannungsvolles Text-Bild-Verhältnis, erleben eine Verfremdung und damit Bedeutungssteigerung.

Wir wünschen uns, dass diese Bilder nicht nur Insidern bekannt werden, denn es ist ein Erlebnis, wenn man als Betrachter die Erfahrung des Eindringens in diese wuchernden Phantasiewelten macht, in dieses Verschlungensein verschiedener Bedeutungsebenen, zu denen noch der Bildtitel als weiterer Bestandteil dazukommen. Das ist ein fesselnder Wahrnehmungsvorgang, der für den Betrachter viele Perspektiven eröffnet.
Doch passen seine Bilder damit in die traditionelle Foto-Ästhetik?

Entsprechen Sie unseren Foto–Sehgewohnheiten? Die Technik der Collage, zeitgenössisch auch Montage genannt, steht in keiner langen kunsthistorischen Tradition in der Form. Inhaltlich stehen seine Bilder dem Surrealismus nahe. Ohne Vorläufer ist diese Art indes nicht, das muss der Vollständigkeit halber erwähnt werden. Es gab sie bereits mit den kubistischen „papiers colle`s“.

RON-ART zeichnet sich aus durch künstlerische und lebensprogrammatische Selbstständigkeit und einer freien wie weiten Auffassung von Kunst.
Ich darf noch einmal den Künstler zitieren:
„Auf meinen Bildern trifft Banales Alltägliches, taucht in surreale Ebenen“, so in einem Artikel der Presse zu lesen.

Surreale Ebenen, das sind Gedanken, die nicht vom Verstand auf ihre Realitätstauglichkeit überprüft werden. Die Wirklichkeit wird fessellos interpretiert und verändert. Traumartige Szenen und absurde Bildverknüpfungen entgrenzen den Blick auf die Wirklichkeit. All das sind Inszenierungen, oft wie auf einer Bühne, auch dem Theater in einer besonderen Weise verbunden, dem Lebenstheater! Und oft schaut der Künstler aus kritischer
(auch sicherer?) Distanz.

Damit erschüttert er teilweise unser blindes Vertrauen in die fest gefügte Ordnung der Dinge. Aber egal was er darstellt, ob Frauen oder philosophierende Clowns, ob bröckelnde Fassaden oder verrottete Zeitfenster, es sind, auch in der teilweisen Morbidität, höchst ästhetische Bilder. Ich erkenne das unbedingte Streben nach einem ästhetischen Ideal.

Überzeugen Sie sich nun selbst davon. Doch nehmen Sie bei Ihrem Kunstrundgang noch einen abschließenden und sehr wesentlichen Satz mit auf den Weg: Ein gutes Bild wird nicht von einer Wer-weiß-wie-guten-Kamera gemacht, sondern immer nur von dem, der dahintersteht.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

Dr. Monika Besser
Kunstwissenschaftlerin
Erfurt, im Juni 2008



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